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Intelligente Arbeitsschutzkleidung dank RFID-Technologie

Oktober 05., 2017

Über einen RFID-Transponder (Funketikett), der in die Arbeitsschutzkleidung eingearbeitet ist, werden Informationen zum aktuellen Zustand der Kleidung übermittelt und so Wirksamkeit und Schutz der Kleidung jederzeit garantiert. Die interaktive Arbeitsschutzkleidung wird auf der A+A di Düsseldorf, der Internationalen Fachmesse für Betriebliche Sicherheit vorgestellt. Der Markt reagierte äußerst positiv und zahlreiche Firmen haben Interesse bekundet.
Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) garantiert die Sicherheit am Arbeitsplatz: Daher unterliegen Overalls, Schuhe, Schutzmasken und Handschuhe, die in hochriskanten und die Sicherheit oder Gesundheit des Arbeiters gefährdenden Situationen zum Einsatz kommen, zahlreichen Tests und Zertifizierungen. Denn die Funktionsfähigkeit der Kleidung kann allein schon durch mehrmalige Reinigung nicht mehr gewährleistet sein.

Dank dem Einsatz von RFID-Technologie soll die Funktionalität der Arbeitsschutzkleidung gesteigert und die Sicherheit des Arbeiters verbessert werden: denn wie kann man wissen, ob eine Schutzkleidung noch sicher ist und den technischen Anforderungen entspricht?

Ein Sensor bzw. ein RFID-Transponder macht es möglich. Eigens installierte Antennen am Arbeitsplatz empfangen das Signal, überwachen den Anwendungsbereich, archivieren Daten in Bezug auf den Lebenszyklus der Kleidung und übermitteln den Verantwortlichen für die Arbeitssicherheit (RSPP, RLS) bestimmte präzise Informationen bezüglich Wartungszustand der Schutzkleidung und möglichen Unregelmäßigkeiten.
Für das Projekt IoT (Internet of Things bzw. Internet der Dinge) für die Arbeitssicherheit und die Umsetzung der „intelligenten Arbeitsschutzkleidung“ haben drei Firmen ihre Kompetenzen gebündelt: C.B.F. Balducci – Produzent und Lieferant von Arbeitsschutzkleidung, RFID Global – Value Added Distributor und Manufacturer von RFID und NFC Systemen, und airpim – ein High-Tech Unternehmen, das in den Bereichen Softwareentwicklung, Big Data, IoT und Privacy mit Fokus auf Identity Management tätig ist.

Die intelligente Arbeitsschutzkleidung wird vom 17.-20. Oktober 2017 im Rahmen der A+A, der Fachmesse für Betriebliche Sicherheit in Düsseldorf vorgestellt. Die Messe bringt über 65.000 Besucher und 2000 Aussteller zusammen.

«Diese Lösung hilft dem Arbeiter in vielen Situationen und schützt in Fabriken, Raffinerien und Stahlwerken vor Risiken und Unfällen. Die Software ist personalisiert und geht auf die jeweiligen Wünsche des Kunden ein. So gelingt es, die persönliche Schutzausrüstung mit intelligenten und interaktiven Technologien immer noch sicherer zu machen, Unfälle weitgehend zu vermeiden bzw. schnelles Eingreifen zu erlauben. Der Schutzoverall kann den Träger vor möglichen Gefahren – z.B. Einklemmen – warnen, ein Signal abgeben, wenn der Träger einen Bereich betritt, in dem Maschinen in Bewegung sind und bei isolierten Tätigkeiten eventuelle Hilferufe abgeben», erklärt Tiziano Tresanti, Gründer und Geschäftsführer von airpim.

«In den vergangenen Jahren haben sich die Konzepte von aktiver und passiver Sicherheit immer weiter auseinanderentwickelt: während eine gewöhnliche PSA (Schutzausrüstung der Kategorien I, II und III) den Arbeiter lediglich im Brandfall schützt (passive Sicherheit), zielt man heute darauf ab, ein Kleidungsstück zu entwickeln, das einen Unfall verhindern kann. Das gelingt, weil die Kleidung mit dem Arbeitsumfeld in ständigem Austausch ist (aktive Sicherheit). Der Einsatz dieser Technologien wird mittelfristig die Anzahl an schweren Arbeitsunfällen am Arbeitsplatz maßgeblich senken», so Michele Rossi, Export Manager von C.B.F. Balducci.
«Auf der A+A zeigen wir die gesamte Produktionskette unserer RFID-Technologie, um deren Mehrwert deutlich zu machen: ausgehend von den Anforderungen, die C.B.F. Balducci als Kenner des Bereichs Arbeitssicherheit an uns herangetragen hat, wurde nach der geeigneten RFID-Konfiguration gesucht. Reader, Antennen und Tags (Funketiketten) wurden entsprechend diesen Anforderungen ausgewählt und die technischen Möglichkeiten der RFID-Technologie, wie etwa das automatische und berührungslose Identifizieren der Funketiketten, eingesetzt. Das Know-How unseres Partners Airpim ermöglicht die Verknüpfung der so erhobenen Daten mit anderen relevanten Daten und verwandelt sie in wichtige Informationen für die Sicherheit des Arbeiters!» schließt Paola Visentin, Marketing Leiterin bei RFID Global.
Airpim zeigt auf dem Messestand F34-6 / Pavillon 3 eine Demo mit RFID-Technologie in UHF Frequenz: passiert der mit RFID-Transponder ausgestattete Overall das Ausleseportal (Gate), wird die Kleidung automatisch erfasst, Daten werden übermittelt und eventuelle Unregelmäßigkeiten gemeldet.
Weiterführende Websites
A+A: https://www.aplusa.de/
C.B.F. Balducci Spa: http://cbfbalducci.com/
Airpim Srl: http://www.airpim.it
RFID Global: http://www.rfidglobal.it/

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